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2. BL –Süd Heusenstamm - Marburg 06.04.2007 Sturm im Wasserglas
Teil I |
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Aufsteiger RU Marburg konnte Heusenstamm nur 12 Spieler aufbieten.
Das war genug zum „Antreten“ zu wenig für ein sportlich akzeptables Spiel.
Nach ca. 15 Minuten konnten die Gäste den Heusenstammer Angriffswellen nur
noch vereinzelt Widerstand
entgegensetzten. Die Gastgeber punktete und punkteten. Hätten die Heusenstammer
nicht noch viele überhastete Fehler gemacht, wäre der Spielstand noch höher
ausgefallen. Als sich nach Beginn der 2. Halbzeit, beim Spielstand von 88:0
sich ein Marburger verletzte, wurde das Spiel abgebrochen. Der anschließend veröffentlichte
Heusenstammer Pressebericht lies die Gemüter hoch kochen. Zahlreiche Dazu
wurde einige Leserbriefe veröffentlicht, die wie der Pressebericht, eher
emotional als sachlich fundiert waren. Ein verhaltener sachlicher Umgang
mit dem Thema hätte dem Tabellenführer der 2. Bundesliga-Süd besser
angestanden. Das so ein Spiel für die intensiv
arbeitende und nach höheremstrebende Heusenstammer Mannschaft, sowie für den
personell geschundenen Aufsteiger aus Marburg eine Farce ist, war klar. Das es auch so kommen musste, war
aber auch schon vielen früher klar: Die Marburger Personalnöte und die
Spielstärke waren bekannt. Sie hatten den Aufstieg geschafft und geglaubt,
dass sie mit den vorhandenen Spielerstamm einigermaßen mithalten können. Vielleicht
war auch noch die viel verbreitete trügerische Hoffnung vorhanden, das nach
dem Aufstieg Spieler und Sponsoren hinzustoßen. Es war ihr erste Aufstieg,
Erfahrungswerte waren somit nicht vorhanden. Eine intensive Beratung und
Unterstützung des Verbandes wird kaum stattgefunden haben. Somit nahm das
Verhängnis früh seinen Lauf. Laut Spielordnung haben sich die
Marburger an diesem Spieltag korrekt verhalten. Sie sind wenigstens in
Unterzahl angetreten, anstatt total abzusagen. So wollten es die Väter der
aktuellen Spielordnung, und unterstützen dies ausdrücklich gemäß den
Beschlüssen des Rugbytages mit einen Punkt. Im Spiel selbst haben sie sich auch
um möglichst viel Widerstand bemüht, was aufgrund der Heusenstammer
Überlegenheit völlig hoffnungslos war. Hierfür gebührt Ihnen mein voller
Respekt. Das es sportlich für beide Teams
wertlos war, steht auf einem anderem Blatt: 1. Die Leistungsunterschiede
zwischen Regionalliga und 2. Bundesliga sind zu groß. Wer unten zu stark ist,
und sich nicht mit entsprechend erfahrenen und spielstarken Spielern ergänzen
kann, ist (hoffnungslos) verloren. Er steuert ziemlich klar auf den Abstieg
zu. Dies bringt die Verantwortlichen in weitere Nöte, da die Motivation der
Spieler immer mehr abfällt. 2. Hier sind die Landesverbände und
der DRV eigentlich gefragt: a) Die Vereine der Regionalligen brauchen mehr Unterstützung und
Betreuung, damit sie einen leistungsorientierten Kurs einschlagen. b) Es müssen regional mehr neue Vereine gegründet und betreut
werden. Nur so kann es zu einem regelmäßigen, ausreichenden und sportlich
fordernden Spielverkehr mit geringem Aufwand für Fahrten kommen. Frei nach
dem Motto: Nahe sportliche Konkurrenz belebt das Geschäft. c) Solange die starken Vereine ausschließlich nur ihr eigenes
Süppchen kochen und keinen Blick für ihr weiteres Umfeld haben, wird sich
wenig verändern. 3. Ob es sinnvoll war, auf Scrum.de
a) Erst den heftigen Bericht zu veröffentlichen, b) Die teilweise interessanten Kommentare ohne Stellungnahme zu löschen c) Später und wieder ohne Stellungsnahme erst den Bericht auf
einen Satz verkürzt sollten sich die Beteiligten in
Bezug auf eine gute Öffentlichkeitsarbeit gründlich überlegen. |