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Kinostart 18.02.2010 13.02.2010 Ein
Superfilm über Südafrika, Nelson Mandela und Rugby |
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ÜBER DIE PRODUKTION |
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Sport kann
die Welt verändern. Er kann inspirieren und Menschen vereinen wie sonst kaum
etwas. Nelson Mandela |
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Das Finale der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 war für die
meisten Menschen in der Welt nur ein spannendes Spiel wie andere auch. Doch
für die Südafrikaner wurde es zu einem Wendepunkt in ihrer Geschichte – ein
gemeinschaftliches Erlebnis, das dazu beitrug, die Wunden der Vergangenheit
zu heilen und neue Der von Clint Eastwood inszenierte „Invictus“ (Invictus – Unbezwungen)
berichtet, wie Präsident Mandela und Francois Pienaar zusammenarbeiteten, um
ihre individuellen Hoffnungen in die Wirklichkeit umzusetzen: Der Präsident
wollte sein Land vereinen, der Kapitän seiner Nationalmannschaft zum
Weltmeistertitel verhelfen. Ihr gemeinsames Ziel drückte sich in dem Motto
aus: „Ein Team, ein Land“. Im Film appelliert Mandela an Pienaar, sein Team zum Ruhm
zu führen, indem er ein Gedicht zitiert, das ihn während seiner
jahrzehntelangen Haft inspiriert und gestärkt hat. Später erfahren wir, dass
es sich bei diesem Gedicht um „Invictus“ von William Ernest Henley handelt.
Der lateinische Titel bedeutet „Unbezwungen“, womit laut Eastwood „keine
bestimmten Figuren im Film gemeint sind. Die Bedeutung bezieht sich letztlich
auf die gesamte Geschichte.“ Morgan Freeman übernimmt die Hauptrolle des Nelson Mandela
und ist auch als Executive Producer am Film beteiligt. „Diese bedeutende
Geschichte berichtet über ein welterschütterndes Ereignis, von dem aber zu
wenig Menschen etwas wissen“, stellt er fest. „Ich kenne keinen anderen
geschichtlichen Moment, in dem ein Land derart plötzlich und nachhaltig
zusammenwuchs. Ich bin stolz darauf, diese Geschichte erzählen zu dürfen. Und
wenn man die Chance bekommt, sie mithilfe von Clint Eastwoods Fähigkeiten zu
erzählen, dann muss man das einfach tun.“ Zu Beginn von „Invictus – Unbezwungen“ wird Nelson Mandela,
der aufgrund seines Widerstands gegen die Apartheid 27 Jahre lang
eingekerkert war, zum Präsidenten von Südafrika gewählt. Doch das Land ist
nach wie vor durch eine tiefe Kluft geteilt: Obwohl das ungerechte System
offiziell abgeschafft worden ist, verlaufen die Linien der Rassentrennung
weiterhin quer durch das Volk und können nicht einfach ausradiert werden.
Weil sein Land zu implodieren droht, richtet Präsident Mandela seine Hoffnung
auf ein überraschendes Ziel – den Rugby-Rasen. Da Südafrika Gastgeber des
Weltmeisterschaftsfinales ist, wünscht sich Mandela, dass sich das gesamte
Land gemeinsam für die Nationalmannschaft, die Springboks, einsetzt. Dazu Eastwood: „Die Handlung spielt in einer besonders
kritischen Phase von Mandelas Präsidentschaft. Ich glaube, dass er sehr weise
gehandelt hat, als er den Sport dazu benutzte, sein Land zu versöhnen. Ihm
war klar, dass er alle bei ihrer Ehre packen musste, er musste an den
Nationalstolz appellieren – wahrscheinlich war der damals das Einzige, was
alle Südafrikaner gemeinsam hatten. Er wusste genau, dass die weiße und die
schwarze Bevölkerung früher oder später an einem Strang ziehen muss, wenn das
Land Bestand haben soll. Also arbeitet er sehr kreativ daran, einen
Mannschaftssport zu diesem Zweck zu instrumentalisieren.“ Diese Perspektive meint John Carlin, Autor des Buchs
„Playing the Enemy“ (Der Sieg des Nelson Mandela: Wie aus Feinden Freunde
wurden), das als Vorlage des Films dient, wenn er erklärt: „Was wir begreifen
müssen, ist der Umstand, dass das grüne Trikot der Springboks die schwarzen
Südafrikaner überdeutlich an die Apartheid erinnerte. Sie hassten diese
Hemden, weil sie mindestens ebenso intensiv wie viele andere Elemente jene
Demütigungen symbolisierten, denen sie jahrzehntelang ausgesetzt waren.
Mandelas Genie bestand in seiner Erkenntnis, dass man dieses Symbol der
Trennung und des Hasses in ein wirksames Instrument für die nationale Einheit
umfunktionieren konnte.“ Drehbuchautor Anthony Peckham stammt aus Südafrika und ist
daher für dieses Sujet prädestiniert. Er fügt hinzu: „Mandela spürte, dass er
damit die ideale Gelegenheit bekam, sich an jene Wähler zu wenden, die ihm
ihre Stimme verweigert hatten, ja, die im Grunde Angst vor ihm hatten. Weiße Südafrikaner verehrten die Springboks wie Götter – es
war also ein brillanter Schachzug, die Weltmeisterschaft als Forum zu
benutzen. Aber es war ja weit mehr als nur ein Spiel, es ging um die
Tatsache, dass Mandela sich auf ein Team einließ, das die schwarzen
Südafrikaner hassten: Quasi durch seine schiere Willenskraft zwang er
jedermann, den Springboks zuzujubeln.“ Wie dem auch sei – ein Rugby-Spiel wird nicht im
Regierungspalast entschieden. Deshalb wendet sich Mandela an den einzigen
Mann, der ihm bei seinem Vorhaben helfen kann: an Francois Pienaar, den
Mannschaftskapitän der Springboks. Matt Damon spielt den Rugby-Spieler, der
plötzlich in das Zentrum eines politischen Konflikts gerät. „Im Grunde
fordert Mandela ihn auf, die Erwartungen seines Landes und auch seine eigenen
Erwartungen zu übertreffen und die Weltmeisterschaft zu gewinnen“, sagt der
Schauspieler. „Das ist eine ungeheure Forderung, aber Francois weiß
natürlich, dass es um viel mehr geht als um ein Rugby-Spiel. Und allmählich
begreift das gesamte Team, dass es eine ganz entscheidende Rolle bei der
Konsolidierung des Landes spielt. Das ist eine wunderbare, inspirierende Geschichte, die die
besten menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten in das rechte Licht rückt.
Wirklich unfassbar ist schließlich, dass sich alles tatsächlich so zugetragen
hat.“ Francois Pienaar stimmt dem Schauspieler zu, der ihn auf
der Leinwand darstellt: „Ich war schon immer der Überzeugung, dass man sich
in Hollywood gar keine bessere Story hätte ausdenken können als das, was 1995
in Südafrika geschehen ist. Ich hatte das große Glück, der Kapitän einer
wunderbaren Gruppe Männer zu sein, die alles daran setzten, ihr Land zu
vereinen. Und niemand hätte uns besser dazu bringen können als Nelson
Mandela.“ Als Gastgeber der damaligen Weltmeisterschaft war Südafrika
automatisch qualifiziert. Dennoch gab es keine zwei Meinungen darüber, dass
die Springboks Underdogs waren – vor allem, weil sie keinerlei Erfahrung auf
der internationalen Bühne mitbrachten. Dazu Eastwood: „Aufgrund der Apartheid
ist Südafrika seit vielen Jahren von allen internationalen Sportwettkämpfen ausgeschlossen
gewesen. Also glaubt niemand daran, dass die Springboks eine große Chance auf
den Sieg haben – auch sie selbst nicht. Aber sie geben die Hoffnung trotzdem
nicht auf.“ |
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