Auf- und Abstieg zwischen 2. Bundesliga und Regionalligen

 

Dem DRV-Arbeitspapier (Version 1.4) entsprechend, wird der Aufstieg von den Regionalligen zur 2. Bundesliga, wie folgt gestaltet:

Die jeweils vier schwächsten Teams der 2. Bundesliga, insgesamt 16 Mannschaften, bilden die Gruppe „Abstiegsrunde/Liga-Pokal“.

Diese 16 Teilnehmer der Abstiegsrunde spielen in zwei Gruppen und jeweils einer einfachen Runde ohne Rückspiel, die Platzierungen im Zeitraum Mitte September bis Ende April aus.

Die beiden Letztplatzierten (einer je Gruppe) sind die Vertreter für die Relegation gegen den Aufstiegskandidaten der jeweiligen Region.

Nachtrag: Wie jetzt veröffentlicht, sollen auch die restlichen, bereits stark geschrumpften Regionalligen im Süden einem weiteren Schnitt unterzogen werden: Vom Planungsteam ist die Reduzierung von bisher fünf auf maximal drei Liegen im Süden geplant.

Das bedeutet für die betroffenen Vereine, dass sie neben dem erschwerten Aufstieg auch noch in der Regel deutlich größere Fahrten machen müssen, als bisher.

Fazit: Was die großen und starken Vereine an Fahrtkosten einsparen sollen, sollen die kleinen Regionalligisten draufzahlen.

Nachteil:

Trotz der Erweiterung der 2. Bundesligen von 2 x 9 auf 24 Mannschaften der 2. Bundesliga können nur noch maximal 2 Mannschaften, davon eine im Nord/Osten eine im Süd-Westen aufsteigen. Das heiß, die fünf Süd-West-Landesverbände, sowie die neun Landesverbände/drei Regionalligagruppen im Nord-Osten streiten sich um jeweils einen Platz.

Die Durchlässigkeit von unten nach oben, sowie umgekehrt ist damit um satte 50 % geschrumpft.

Dazu kommt noch, dass durch die Einführung der Relegation, die Abstiegskandidaten eine zusätzliche und größere Chance auf Klassenerhalt haben.

Dies dürfte das wiederholt propagierte Leistungsprinzip klar untergraben: In den mittleren und unteren Rängen der 2. Bundesliga ist der Klassenerhalt in der einfachen Runde schnell gesichert. Damit ist der notwendige Anreiz zu einem stärkeren Engagement (Ausbildung der Spieler, Trainer und Schiedsrichter, sowie der Jugendarbeit, genommen.

Die beiden Abstiegskandidaten brauchen sich nur auf die zwei Relegationsspiel „konzentrieren“ und mit „verstärkten“ Mannschaften antreten, damit der Klassenerhalt gesichert wird.

Dies dürfte wiederum in den Regionalligen, zu mindestens bei den nicht so reichen Klubs zur Resignation, verbunden mit dem Runterfahren der Ausbildungs- und Entwicklungs-Aktivitäten führen.

Anmerkung: Ähnliche Systeme wurden in der Vergangenheit ausprobiert und nach kurzer Zeit eingestellt.