Platzfrage zu der geplanten DRV-Strukturreform
des Spielverkehrs (Phase II)

Die Regionalauswahlen sind erst einmal ein schöner Traum. Die mittlerweile angedachten 4 – 8 Auswahlteams müssen natürlich auch irgendwo ihre „sportliche Heimat“ haben. Dies ist erst einmal die Frage der regionalen Einteilung: In welchen Städten und Regionen sollen diese Teams ihren Standort haben.

Dann kommt die Kardinalsfrage: Wo sollen sie trainieren und spielen?

Bei einer Regionalauswahl, die über dem Niveau der Erstligisten stehen soll, fallen pro Woche mindestens drei Trainings an. Das sind in den 9-10 Monaten mindestens ca. 108 bis 120 Trainings, dazu kommen nochmals 14 Spieltage, davon 7 Heimspiele pro Team!

Dafür müssen die Sportstätten in der entsprechenden Region zur Verfügung stehen und angemietet werden (->Finanzen).

Bei der desolaten Sportstätten-Situation in Deutschland, speziell bei Rasenplätzen, dürften da sehr extreme Probleme in der Beschaffung und Finanzierung bestehen. Haben da die Befürworter der DRV-Struktur/Liga-Reform z. B. die aktuellen Platzprobleme bei RK 03 Berlin oder von anderen höherrangigen Vereinen vergessen, sich überhaupt die Plätze für ihre Teams und deren Trainings- und Spielverkehr zu erkämpfen?

Träumen ist schön – die Realität hat andere Gesetzte! Vernünftige Funktionäre sollten auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Wenn unsere bestehenden Vereine besser unterstützt und organisiert werden würden, dann kann auch die Nationalmannschaft verstärkt davon profitieren.

Die Regionalauswahlen schwächen nur die bestehenden Teams der Vereine und erzeugen einen überdimensionalen Aufwand der nicht von den zuvor geschwächten Vereinen zusätzlich geschultert werden kann.