Das Verfahren zur geplanten DRV-Strukturreform des Spielverkehrs

Ausgangsszenario:

1. Bundesliga (10 Vereine)

-    3 Vereine (SC Frankfurt 1880, Heidelberger RK, TV Pforzheim) haben mit erheblichem Aufwand ihre Teams übermäßig gestärkt.

-    3 mittelstarke (SCN Heidelberg, RG Heidelberg, TSV Handschuhsheim) können nur  halten noch relativ mithalten,

-    4 schwächere Teams (Hannover, RK Heusenstamm, Berliner RC, RK 03 Berlin) kassieren gegen die ersten drei nur sehr deutliche, gegen die mittelstarken Vereine weniger hohe Niederlagen.)

2.  Bundesliga (2.-teilig mit geplanten 10, derzeit nur 9 Teams je Gruppe).

-    der Leistungsunterschied zwischen der 2. Bundesliga und der ersten ist so groß, das kaum ein berechtigter 2. Ligist aufsteigen möchte.

-    dadurch steigt kein Erstligist ab und das Leistungsprinzip durch Aufstiegs- und Abstiegsregelung wird ausgehebelt und nimmt den Leistungsdruck von der ersten und 2. Liga.

Wie sieht es mit der Vorgeschichte aus?

Diese Modell „Professionalisierung“ wurde jahrelang von den DRV-Verantwortlichen und den meisten Bundesligisten als das „Ei des Kolumbus“ dargestellt und vehement angesteuert.

Nach dem anfangs nur der SC Frankfurt 1880 und der Heidelberger RK das Ziel Professionalisierung schafften und der TV Pforzheim später nachzog, merkten erst die anderen, dass sich das Leistungsgefüge der 1. Bundesliga sehr stark verändert hat.

Plötzlich spielten Teams, die jahrzehntelang das deutsche Rugby dominierten, aus deren Sicht in gleicher Klasse aber nur noch eine zweite Geige. Dies, obwohl ihnen sporadisch der eine oder andere Erfolge gegen die Spitzenteams gelang.

Nachdem die schwächeren Erstligisten bemerkten, dass nicht schnell an das Niveau der Spitzenteams herankommen können, nahem die Klagen mit dem Tenor „Hier die armen Amateure, dort die reichen Profis“ sehr zu.

Ob die schwächeren Teams wirklich alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt haben, ist nicht bekannt. Offensichtlich sind auch keine greifenden Strategien zu einer möglichen mittel- oder langfristigen Niveauanpassung entwickelt worden.

Hausaufgaben gemacht?

Die von früheren Rugby-Tagen beschlossene Lizenzordnung sollte zu mehr Ausbildung von Schiedsrichtern und Trainern, sowie zur verstärkten Nachwuchsarbeit führen.

Haben da die Spitzenvereine 1. und 2. BL)  ihre Hausaufgaben gemacht oder wird sich da von einigen mit allen Tricks durchgemogelt?