Vorwort zur geplanten DRV-Strukturreform des Spielverkehrs
und deren Folgen

Die vom DRV propagierte Struktur-Reform wirbelt in den deutschen Rugby-Landen sehr viel Staub auf. In gekonnten Vorträgen reist eine Werber Gruppe des DRV durch die Lande und verkündet die frohe Botschaft. Sehr viele Sportkameraden, egal ob Funktionäre oder Spieler schwärmen von den Chancen, die ihnen das neue Liga-Modell bringen soll.

Informationen, die eigentlich eher zur Vorsicht und kritischen Analyse verleiten sollten, werden in der Regel ignoriert. Keinen wundert es, das:

-      Immer noch kein detailliert ausgearbeitetes Konzept vorliegt, worin man schnell und einfach nachlesen kann, was Sache sein soll und ob die mündlich vorgetragen Punkte auch entsprechend nachlesbar enthalten sind. Das vorliegende Arbeitspapier ist nur für eingefleischte Insider einigermaßen nachvollziehbar. Andere können somit nicht nachvollziehen was Fakt ist.

-      das die 1. Und 2. Bundesliga von ursprünglich 30 (28) Teams auf 72 (!) Vereine erweitert werden sollte. Eine Steigerung satte um 140 % in einen sehr kleinem Sportverband mit ca. 110 Vereinen.

-      erst nach massiver Kritik wurde sehr still die angestrebte Anzahl der Bundesligisten nun auf 48 reduziert wurde. Dies sind noch immerhin noch 60 % Zuwachs ohne jegliche Leistungssteigerung in den betroffenen Vereinen, also sehr inflationäre Tendenzen..

-      das immer noch keine Details zur 2. Phase vorliegen. Warum werden den Vereinen und Verbänden die Informationen dazu vorenthalten, ohne die sie eigentlich nicht sachlich prüfen und abstimmen können. Hängt dies eventuell mit einer im geheimen geplanten 3. Phase zusammen?

-      kritische Kommentare auf Totalrugby.de durch „Voting“ mehr oder weniger gezielt unterdrückt werden und damit für andere Interessenten kaum mehr ersichtlich sind.

Eigentlich müssen die bisherigen Verantwortlichem im DRV in den letzten Jahren unheimlich schlecht und einfältig gearbeitet haben, dass sie auf diese einfache Möglichkeit der erfolgsträchtigen Strukturverbesserung nicht gekommen sind.

Vergessen sind die schlechten Erfahrungen mit einem ähnlichen Spielsystem, wie in der ersten Phase geplant. Dies wurde vor etlichen Jahren beim Rugby-Tag in Heusenstamm mit vielen Hoffnungen eingeführt. Theorie und Praxis stimmten nicht überein, das Rad wurde ganz schnell wieder zurückgedreht zum noch heute benutzten Spielsystem

Vergessen ist auch die Erfahrung, dass eine Leistungssteigerung in den Vereinen oder Ligen nur durch harte Arbeit und/oder „Zukauf“ von leistungsstarken Trainern und Spielern erfolgen kann.

Wer glaubt, dass dieses neue System intern und für die Öffentlichkeit transparenter ist, irrt gewaltig. Wenn wir alten Hasen „Ewigkeiten“ brauchen, um dieses Papier einigermaßen verstehen zu können, wie geht es dann einem externen Pressemenschen oder Kommunalpolitiker.

Alles andere ist Augenwischerei. Prüft deshalb das Konzept vorher auf Herz und Nieren! Ansonsten ist es zu spät und wird zu mehr oder weniger starken Verlusten führen.

Ich wünsche Euch eine glückliche Hand für die Entscheidung, bedenkt es bitte: Ihr und Eure Spieler müssen es ausbaden.