Seitenende

 

 

 

 

Die Anträge zum DRT 2003 in Hannover

 

Hier die Übersicht:

A0

Die Tagesordnung des DRT 2003 –neu-

A1

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Satzung,

§ 6, Finanzpflichten I

A2

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §3 (Spielberechtigung)

A3

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §4 (Vereinswechsel)

A4

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §4 (Vereinswechsel)

A5

Antrag des DRY-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §7 (Spielkleidung)

A6

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §13 (Abstellung von Auswahlspielern)

A7

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Lizenzordnung

A8

Antrag an den Deutschen Rugby-Tag 2003

A9

Der Revisionsbericht 2002 –neu-

 

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AO

Die Tagesordnung des DRT 2003

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Abstimmung über die Tagesordnung

3. Festsetzung der Anwesenheit- und Stimmliste

4. Ehrungen

5. Erörterung der schriftlichen Jahresberichte von:

-         Präsidium des DRV

-         der DRJ

-         der SDRV

-         des Schiedsgerichts

6. Erörterung von Kassen- und Revisionsbericht

7. Entlastung des Vorstandes

8. Wahlen (1. Rate):

-         Präsident

-         Vizepräsident Sport I1 (Vereinsspielbetrieb)

-         Vizepräsident Sport IV (Ausbildung)

-         Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

-         Gemäß §17.2 der DRV-Satzung zwei Sportgerichtsmitglieder

-         8 Schiedsgerichtmitglieder (Vorsitzender, zwei Beisitzer, fünf Ersatzrichter)

-         2 Kassenrevisoren

9. Bestätigung des DRJ- und SDRV-Vorsitzenden

10. Festsetzung der Beiträge

11. Genehmigung des Haushaltsplanes für das nächste Geschäftsjahr

12. Anträge

13. Ortswahl des nächsten ordentlichen DRT

14. Verschiedenes

 

Die einzelnen Anträge

A1

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Satzung,

§ 6, Finanzpflichten I

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das DRV-Präsidiums des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt in § 6

Finanzpflichten der DRV-Satzung die Einführung eines Punktes c) "Ab-

nahmepflichten".

(1) Jedes Mitglied hat bei Neuauflage der DRV-Satzungen und/oder DRV-

Regeln jährlich 1 Exemplar abzunehmen. Der Rechnungsbetrag ist inner-

halb von 4 Wochen nach Zahlungsaufforderung zu leisten.

(2) Säumige Mitglieder werden namentlich im amtlichen Mitteilungsblatt

genannt. Bleibt ein Mitglieder länger als 3 Monate trotz Mahnung mit der'

Zahlung im Rückstand, kann auf Beschluss des DRV-Vorstandes seine

Teilnahme an Wettspielen untersagt werden. Seine übrigen Rechte ruhen.

Der frühere Punkt c "Bestandsmeldung" wird Punkt d.

 

Begründung:

Zurzeit ist gegen säumige Zahler von DRV-Satzungen und DRV-Regeln

nur das Rechtsmittel eines juristischen Mahnverfahrens gegeben. Dieser

Aufwand steht in keinem Verhältnis zu dem Rechnungsbetrag bis zu ma-

ximal 15,OO EUR.

 

Beispiel:

Wie auf dem ADRT 2001 in Hannover beschlossen, wurde jeder Verein

und Landesverband verpflichtet, eine aktuelle Ausgabe der DRV-Regeln

zum Preis von 1O,OO EUR abzunehmen. Trotz zweifacher Zahlungserinnerung

sind 2 Landesverbände und 11 Vereine bis heute ihren Zahlungsverpflich-

tungen nicht nachgekommen.

Ian Rawcliffe

- Präsident -

 

 

 

Fazit:

 

Eine lächerliche Aktion und Begründung: Wegen ca. 15,00 Euro (!) einen Verein/ Verband vom Spielverkehr und seinen demokratischen Rechten (z.B. Stimmrecht) auszuschließen ist schon ein starkes Stück.

Alleine dafür einen Antrag auf Änderung der Satzung zustellen und zahlreiche Gremien damit zu beschäftigen ist Zeit- und Geldverschwendung.

Bei 13 säumigen Verbänden und Vereinen sind das insgesamt 195,00 EUR!

Hätte der DRV/die Geschäftsstelle einmal nach der eigentlichen Ursache geforscht, dann wären die Verantwortlichen darauf gekommen, dass die „DRV-Rechnung“ überhaupt nicht als Rechnung zu erkennen und bei den meisten als eines der DRV-Rundschreiben in die Ablage gewandert ist. 

Hier hätte von den Verantwortlichen viel Arbeit einsparen können. Alleine der Aufwand für: Mahnung, Diskussionen des Präsidiums über den Sachverhalt und geeignete Gegenmaßnahmen, bis hin zum Befinden über die Lösungsmöglichkeit und Umsetzung, einen Antrag auf Satzungsänderung zu stellen. Kein Wunder, dass die Geschäftsstelle überlastet ist.

 

Der Antrag sollte abgelehnt werden, da die vorhandenen Mittel völlig ausreichen.

 

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A2

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §3 (Spielberechtigung)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt die Spielordnung §3 (Spielberechtigung) Absatz 1 mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie folgt zu ergänzen:

1. Am Spielverkehr nach §1(2) b. und c. des Deutschen Rugby-Verbandes und seiner Landesverbände dürfen nur Spieler teilnehmen, die einen gültigen, vom DRV oder einem Landesverband ausgestellten Spielerpass vorlegen können. In den Mannschaften der 1. Bundesliga ist die Anzahl der im Spielberichtsbogen erfassten Nicht-EU-Spieler auf zwei limitiert.

 

Begründung

Es ist mittlerweile eine Tendenz zu erkennen, dass immer mehr Vereine einen Großteil Ihres Vereinsbudgets in die Verpflichtung ausländischer Spieler investieren, in der Hoffnung damit kurzfristige Erfolge im Kampf um die deutsche Meisterschaft zu erzielen. Eine Steigerung des Spielniveaus durch die Vielzahl dieser Spieler ist nicht erkennbar. Statt dessen sollte diese Investition in nachhaltige Schüler- und Jugendarbeit getätigt werden.

Ralph Götz

Vizepräsident Sport II

(Vereinsspielbetrieb)

 

 

 

Fazit:

 

Nun soll es wieder zwei Ausländerklassen geben: EU und Nicht-EU. Ob sich die Vereine in oder außerhalb der EU bedienen macht keinen Unterschied.

Zudem der DRV-Vorstand hier selbst mit schlechten Beispiel vorangeht. Oder macht es in der Sache einen Unterschied, dass die Nicht-EU-Ausländer zumindest einen zweiten, einen zusätzlichen deutschen Pass haben?

Was ist mit den „Studenten/Sport-Touristen“, die hier für Spiele zusätzlich zu den Spielen in ihrem Heimatverein eingesetzt werden?

 

Der Antrag sollte wegen seiner einseitigen Ausrichtung und weil er am Grundverhalten des DRV und der Vereine nichts ändert, abgelehnt werden.

 

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A3

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §4 (Vereinswechsel)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt die Spielordnung §4 (Vereinswechsel) Absatz 5 mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie folgt zu ändern:

5. Alle Spieler, die an Endspielen um die deutsche Meisterschaft und um den deutschen Vereinspokal teilnehmen möchten, müssen zuvor in mindestens fünf Spielen nach § 1 (2)b.

oder c. ihres Vereins mindestens eine Halbzeit lang eingesetzt worden sein.

 

Begründung

In der aktuellen Spielordnung war die Austragung eines Endspiels um die deutsche Meisterschaft

nicht vorgesehen. Dieser Mangel wird durch o.g. Ergänzung behoben.

Ralph Götz

Vizepräsident Sport II

(Vereinsspielbetrieb)

 

 

 

Fazit:

 

Ein interessanter Versuch, das erlaubte „Fehlverhalten“ unserer „Spitzenvereine“ zu beeinflussen. Nur bedeutet es eine Menge Bürokratie und Kontrolle – ob das so umsetzbar ist, ist sehr fraglich. Außerdem werden die betroffenen Vereine schnell neue Hintertüren aufmachen. Der „dokumentierte Einsatz“ in der 2. Mannschaft oder Altherrenmannschaft bietet sich da an, da dort kaum wesentliche Kontrollen stattfinden.

 

Damit hat sich der Antrag erübrigt.

 

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A4

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §4 (Vereinswechsel)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt die Spielordnung §4 (Vereinswechsel) Absätze 3 und 4 mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie folgt zu ändern:

3. Zwischen dem 1. August und dem 14. Juli eines jeden Jahres sind Vereine jederzeit berechtigt, Bundesligapässe für neue Spieler zu beantragen, die bisher nicht im Bereich des DRV lizenziert waren. Diese Spieler sind mit Erhalt des Bundesligapasses spielberechtigt.

Während der letzten fünf Spieltage (Spieltage 10-14) der Bundesligen dürfen keine neuen Spielerpässe ausgestellt werden, ausgenommen die nach §4{4) ausgestellten Bundesligapässe.

Ab dem Spieltag-Nr. 10 der Bundesligen (Spieltage 10-14) dürfen nur Spieler eingesetzt werden, die in der laufenden Saison bereits in Spielen nach §1 (2) b. oder c. für ihren Verein gespielt haben. Dies gilt auch für Spiele an Nachholterminen, die zeitlich nach dem Spieltag-Nr. 10 stattfinden.

Den Nachweis des Einsatzes des Spielers nach §1 (2)b. oder c. hat der Verein dem Pass-Antrag beizufügen.

4. Zwischen dem 1. August und dem 14. Juli eines jeden Jahres sind Vereine jederzeit berechtigt, Bundesligapässe für neue Spieler zu beantragen, die für die laufende Saison für ihren Verein eine gültige Landesverbands-Spiellizenz besitzen. Während der letzten fünf

Spieltage (Spieltage 10-14) der Bundesligen dürfen solche Pässe nur für Spieler ausgestellt werden, die bereits in fünf Spielen nach § 1 (2)b. ihres Vereins mindestens eine Halbzeit eingesetzt worden sind.

Den Nachweis des Einsatzes des Spielers nach §1(2)b. hat der Verein dem Pass-Antrag beizufügen.

 

Begründung

Es soll verhinder1 werden, dass Vereine ihre Mannschaften mit neuen Spielern gezielt zur Endrunde der Spielzeit hin verstärken (z.B. Spieler aus dem Ausland deren Saison bereits beendet ist). Hierbei steht die Wahrung der Chancengleichheit im Vordergrund. Die Kontinuität des Spielerkaders und die Notwendigkeit zur Jugendarbeit und zur eigenen Ausbildung guter Spieler soll gefördert werden.

Ralph Götz

Vizepräsident Sport II

(Vereinsspielbetrieb)

 

 

 

Fazit:

 

Ein interessanter Versuch, das erlaubte „Fehlverhalten“ unserer „Spitzenvereine“ zu beeinflussen. Nur bedeutet es eine Menge Bürokratie und Kontrolle – ob das so umsetzbar ist, ist sehr fraglich. Außerdem werden die betroffenen Vereine schnell neue Hintertüren aufmachen. Der „dokumentierte Einsatz“ in der 2. Mannschaft oder Altherrenmannschaft bietet sich da an, da dort kaum wesentliche Kontrollen stattfinden.

 

Damit hat sich der Antrag erübrigt.

 

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A5

Antrag des DRY-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §7 (Spielkleidung)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt die Spielordnung §7 (Spielkleidung)

Absatz 3 mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie folgt zu ändern:

3. Falls zwei Mannschaften die gleiche oder ähnliche Spielkleidung tragen, muss der Gastverein (bei Spielen auf neutralem Platz der als Gastverein bekannt gegebene Verein [zweite Nennung]) seine Kleidung wechseln.

Begründung

Angleichung an die internationalen Regeln der FIRA-AER, sowie die Berücksichtigung der Interessen lokaler Sponsoren, die "ihre" Werbung für die sie bezahlen bei den Heimspielen sehen wollen.

Ralph Götz

Vizepräsident Sport II

(Vereinsspielbetrieb)

 

 

 

Fazit:

 

Ein weiterer Beweis, mit welchen „wesentlichen, weltbewegenden und existenziellen“ Themen sich im DRV beschäftigt wird.

 

Eine Mannschaft der 1. und 2. Bundesliga muss doch über mindestens zwei aktuelle Trikotsätze, mit aktueller Sponsorbeschriftung verfügen!

 

Es kann doch nicht sein, dass alle Gastmannschaften auf jeder Auswärtsfahrt einen zweiten Satz Trikots mitnehmen müssen.

 

Der Antrag sollte abgelehnt werden!

 

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A6

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Spielordnung §13 (Abstellung von Auswahlspielern)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt die Spielordnung §13 (Abstellung von

Auswahlspielern) Absatz 4 mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie folgt abzuändern:

4. Stellt ein Verein mehr als zwei Spieler zu Maßnahmen des DRV (nicht DRJ) ab, so kann er

die Verlegung von Spielen nach §1(2)b. und c., die innerhalb der nach §13(2) errechneten

Schutzsperre angesetzt sind, beantragen. Die Verlegung muss spätestens 72 Stunden nach

der Nominierung durch den DRV edel' die (nicht DRJ) beantragt werden.

Begründung

Es gibt immer mehr internationale Maßnahmen (Länderspiele, Vorbereitungen der Nationalmannschaften, U20-

Turniere, 7er- Turniere, FIRA-Regionen-Cup, Vorbereitungen und Spiele und Turniere der Juniorennationalmannschaft, ...). Dadurch gibt es keinen normalen flüssigen Ablauf der Spielrunde mehr, die Unterbrechungen

mitten in der Saison sind einfach zu lang und in der daraus resultierenden Terminnot können keine freien Nachholspieltage mehr gefunden werden.

Ralph Götz

Vizepräsident Sport II

(Vereinsspielbetrieb)

 

 

 

Fazit:

 

Ein altes Thema, keine neuen Fakten, es werden die Vereine mit guter Ausbildung und guten Spielern bestraft.

 

Der Antrag sollte abgelehnt werden!

 

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A7

Antrag des DRV-Präsidiums auf Änderung der Lizenzordnung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes beantragt die Lizenzord-

nung mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie folgt zu ändern bzw. zu

ergänzen: I

2. Das Präsidium erteilt allen sportlich qualifizierten Vereinen vorbehaltlich der Erfüllung der unter 4. a), 4. d) und 4. e) sowie eines der unter 4. b) und 4. c) genannten Kriterien eine BL-Lizenz. Aufsteiger in die BL haben ein Jahr Zeit die Kriterien 4. b) und 4. c) zu erfüllen.

5. Der Nachweis der Erfüllung der Kriterien 4. b) und 4. c) ist bis spätestens zum 15. Dezember eines Jahres unaufgefordert beim Präsidium des DRV einzureichen. Dies kann in Form von Kopien der offiziellen Spielberichtsbögen und/oder in Form einer Bestätigung des Landesverbandes über die Teilnahme am regelmäßigen Spielverkehr erfolgen. Versäumt ein Verein diese Frist oder kann er den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme am Spielverkehr nicht erbringen, so erhält er bei Nichterfüllung eines Kriteriums von 4. b) und 4. c) zwei (2) Minuspunkte in der laufenden Saison.

6. Für die Frauen-BL gilt Folgendes:

Den an der Frauen-BL teilnehmenden Vereinen wird gegen Zahlung einer

Gebühr von Euro 50,-- eine Lizenz erteilt, die jeweils für eine Saison Gültigkeit hat. Diese Gebühr soll in den Haushalt für die Organisation des Frauenspielbetriebs einfließen. Die Erfüllung sonstiger Kriterien wird nicht verlangt.

7. Diese Lizenzordnung tritt mit Beginn der Saison 2003/2004 in Kraft.

Begründung

Durch das Fehlen eines Abgabedatums und einer Formvorschrift für die Bestätigung der Erfüllung der Kriterien 4. b und 4. c) wird die Geschäftsstelle und im weiteren Verlauf das Sportgericht mit "unnötiger" Verwaltungsarbeit sehr stark belastet und Kapazität für deutlich wichtigere Aufgaben gebunden. Dieser Aufwand entsteht durch die Rechtsunsicherheit und Interpretationsfreiheit der Lizenzordnung in ihrer aktuellen Form. Belegbar durch den zahlreichen Schriftverkehr (Victoria, Heusenstamm, DRC, ...) und die anhängigen Sportgerichtsverfahren.

Des weiteren gab es Diskussionen über das Datum bzw. Spielzeit ab der die Lizenzordnung gültig wird. Dieser Mangel ist damit behoben.

Ralph Götz

Vizepräsident Sport II

(Vereinsspielbetrieb)

 

 

 

Fazit:

 

Es reicht bei der Annahme des Antrages, dass die Vereine nur bis zum 15. Dezember eines Jahres ihre Bemühungen im Jugendbereich forcieren. Das ist natürlich ein überschaubarer Aufwand. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Ablehnen!

 

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A8

Antrag an den Deutschen Rugby-Tag 2003

 

Sehr geehrte Frau Evers,

auf einstimmigen Beschluss des Präsidiums des Rugby- Verbandes Baden- Württemberg vom 6. Mai 2003 gestatte ich mir hiermit höflich nachstehenden Antrag auf Änderung der Bundesliga-Richtlinien des DR V an den Deutschen Rugby- Tag 2003 in Hannover zu stellen:

Antragsgegenstand Aufstieg von 2. Mannschaften der Bundesliga- Vereine in die 2. Bundesligen.

Begründung

Wenige Vereine der Bundesliga betreiben zur Zeit eine so fruchtbare Jugendarbeit, dass sie viele junge und leistungsorientiert denkende und handelnde Spieler in ihren 2. Mannschaften im regionalen Spielbetrieb der Landesverbände haben. Um diesen 18- bis 21-jährigen

Spielern - Stützen der DRV-Auswahlen U 19 und U 20 - die Möglichkeit zu geben, ihr Können auf einem höheren Leistungsniveau zu erproben soll diesen 2. Mannschaften der Aufstieg in die 2. Bundesligen gestattet sein, sofern sie die sportlichen Voraussetzungen hierfür erfüllen. Durch die vorgeschlagene Regelung wird keinem Verein ein Nachteil

erwachsen.

Normen

Der Anlage zu den Bundesliga-Richtlinien des DRV möge folgender § 3.4. hinzugefügt

werden:

1. In der Bundesliga dürfen nur erste Mannschaften der Vereine spielen. Zweite Mannschaften von Vereinen, deren erste Mannschaft in der Bundesliga spielt, dürfen unter folgenden Bedingungen in die 2. Bundesligen aufsteigen:

a) Der Verein erfüllt für seine erste Mannschaft alle Lizenzbedingungen. Damit sind die Lizenzbedingungen für die 2. Mannschaft abgedeckt.

b) Die 2. Mannschaft hat sich in der regionalen Meisterschaft des

Landesverbandes für den Aufstieg qualifiziert.

c) Die 2. Mannschaft hat sich in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga für den Aufstieg qualifiziert.

2. Sollte eine 2. Mannschaft auf diese Weise den Aufstieg verwirklichen, treten folgende Regelungen in Kraft:

a) Die Anzahl der Mannschaften in der jeweiligen Staffel der 2. Bundesliga wird um die 2. Mannschaft aufgestockt.

b) Der in der regionalen Meisterschaft der 2. Mannschaft nachfolgende Verein, der keine erste Mannschaft in der Bundesliga hat, nimmt ebenfalls an der Aufstiegsrunde zu den 2. Bundesligen teil.

c) Sollte die erste Mannschaft des Vereins aus der Bundesliga absteigen, steigt die 2. Mannschaft automatisch aus der 2. Bundesliga ab.

d) Eine 2. Mannschaft kann nicht in die Bundesliga aufsteigen.

e) Steht die 2. Mannschaft am Saisonende auf dem letzten oder vorletzten Tabellenplatz, so steigt sie automatisch ab.

f) Für eine 2. Mannschaft in den 2. Bundesligen sind nur Spieler spielberechtigt, die einen gültigen Bundesliga-Spielerpass des DR V besitzen.

g) In der 2. Mannschaft dürfen in den 2. Bundesligen maximal fünf Spieler eingesetzt werden, die im vorherigen Bundesligaspiel der ersten Mannschaft tatsächlich eingesetzt worden waren.

3. Für 2. Mannschaften in den 2. Bundesligen gelten gleiche Rechte und Pflichten wie für alle anderen Mannschaften in den Bundesligen.

Implementierung Diese Regelung möge ab der Spielzeit 2003/04 Gültigkeit erlangen.

Claus-Peter Bach

Vorsitzender

 

 

 

Fazit:

 

Ein uraltes Thema neu aufgewärmt: Der Spielverkehr der zweiten Mannschaften von 1. Bundesligisten ist nur sehr schwierig zu gestalten, weil nicht alle 1. Ligisten mitziehen. Hier müsste ein klarer Zwang auf die anderen 1. Ligisten ausgeübt werden, damit zur ersten Liga eine parallele Runde mit entsprechenden Niveau für die Reserveteams eingeführt und umgesetzt werden kann.

Die Probleme den 2. Ligist aufzubürden ist der falsche Weg. Die 1. Liga-Reserveteams haben eine andere Zielsetzung. Durch Spielerabgabe an die Erste können gravierende Leistungsunterschiede auftreten unter den die 2. Ligisten dann leiden müssen: Wie z.B. Verschiebungen in der Tabelle durch Antritt mit wesentlich geschwächter oder gestärkter Mannschaft.

 

Der Antrag sollte, wie im Vorjahr abgelehnt werden. Dafür die schnellstmögliche Einführung einer Reserverunde der 1. Ligisten, möglichst noch für die neue Saison 2003/2004.

 

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A9

Der Revisionsbericht 2002

01

Deutscher Rugby-Verband

Revisionsbericht 2 0 0 2

Vorlage zum Deutschen Rugby Tag

29. Juni 2003

in Hannover

erstellt durch die Revisoren

Ralf Keppler, Frankfurt ( BSC Offenbach)

Josef Heibel, Pulheim ( RC Hürth )

02

Vorbemerkungen

Nach einigen Schwierigkeiten, herrührend aus der Arbeitsüberlastung der Beschäftigten der DRV-Geschäftsstelle sowie dem DRJ -Sekretariat, zwischen der DRV-Geschäftsführung und den Revisoren über den Zeitpunkt der Revision, fand die Prüfung, von Dienstag, 06. bis Mittwoch, 07. Mai 2003, in Hannover statt. Die gewünschten Unterlagen wurden durch den DRV-Geschäftsführer/Sportdirektor Volker Himmer und den DRJ - Sekretär Martin Bahm vollständig zur Verfügung gestellt.

Bedauerlicherweise stand der DRV-Finanzvorstand Bernd Leifheit nicht zur Rücksprache zur Verfügung.

Volker Himmer, Martin Bahm und Natascha Evers nahmen sich trotz der erkennbar hohen Arbeitsbelastung die notwendige Zeit für Rückfragen zur Verfügung zu stehen. Wobei der Jugendsekretär sogar nach dem Abschlussgespräch bereit war, die gesamten Vorgänge kurzfristig neu zu buchen und Belege so vorzulegen, dass diese auch inhaltlich die Sachzwecke wiedergaben.

Sinnvoll und u. E. notwendig wäre auch die Zugriffsmöglichkeit auf den Finanzvorstand und die ihm zuarbeitende Buchhalterin gewesen..

Aus den Unterlagen konnten wir erfreulicherweise feststellen, dass viele Anregungen aus den Prüfberichten 2000 und 2001 aufgegriffen wurden und damit die Durchsicht erleichterten.

Wo wir noch anderer Auffassung sind oder eine andere Einordnung oder Vorgehensweise für angemessener halten, gibt es Aussagen in den Einzelbetrachtungen.

 

Haushaltsplan 2002

Die neue Aufteilung des HPL in

Kapitell.: Verwaltung,

Kapitel 11.: Sport I (Nationalmannschaften),

Kapitel 111.: Sport II ( Vereinsspielbetrieb),

Kapitel IV.: Sport III (Ausbreitung & Entwicklung),

Kapitel V.: DRJ,

Kapitel VI.: Sport IV (Ausbildung),

Kapitel VII.: Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, und Marketing

Kapitel VIII.: Recht, Finanzen, Steuern, Versicherungen,

Kapitel IX.: SDRV,

Kapitel X.: Gehälter,

03

Kapitel XI.: Honorare und Reisekosten,

Kapitel XII.: Rückstellungen,

Kapitel XIII.: Durchlaufende Posten

 

ist eine richtige Entscheidung zu mehr Transparenz. Hier muss weiterhin stetig verbessert werden. Aus unserer Sicht sollten die Kap. IV und VI zusammen gelegt werden.

 

DRV- Einnahmen

Zu den einzelnen Einnahmeerwartungen ( Soll) und den am Jahresende

tatsächlich erzielten Ergebnissen ist aus unserer Sicht folgendes anzumerken.

 

Kap. I: Die Ansätze: Mitgliedsbeiträge, Spenden, Erlöse und IRB-Mittel wurden jeweils übertroffen. Lediglich die Rubrik: DRJ-Anteile wurde nicht ausgeglichen. Es fehlt ein Haushaltsansatz für die Einnahmen aus Erstattungen für FIRA - Delegierte, die bisher falsch unter Kap. XIII in Höhe von 2.312 EUR aufgeführt sind.

 

Nach Aussage der DRV-Beschäftigten wurden die Mitgliedsbeiträge, bis auf wenige Ausnahmen, alle eingetrieben. Nichtzahlungswillige Mitglieder wurden ins Mahnverfahren genommen.

 

Kap. 11: Durch höhere BMI-Mittel konnte die Einnahmeerwartung übertroffen werden.

 

Kap. 111: Alle Ansätze wurden bis auf die Position: Gebühren für Stra-

fen erheblich stärker bedient als erwartet.

 

Kap. IV: Hier gibt es richtigerweise keinen Einnahmeansatz

 

Kap. V: Aussagen zu diesem Kap. werden weiter hinten im Bericht gesondert getroffen

 

Kap. VI: Schon der bescheidene Ansatz von 2.350 ~, der dann auch noch nicht mal zur Hälfte erreicht wird, ist Beweis genug, dass sich die Verantwortlichen mit der Problematik innovativer auseinander setzen müssen.

 

Kap. VII: Keine der eingesetzten Beträge wurden erreicht. Hier sollten

sich die Verantwortlichen ebenfalls intensiver mit der Sache

identifizieren.

04

Kap. VIII: Niedrige Erwartung richtig, wenn's dann mehr wird, um so schöner.

 

Kap. IX: Bei einem Ansatz von 5.000 EUR keine Einnahmen auszuweisen, ist falsch, denn in Kap. XIII sind aktuelle Einnahmen in Höhe von 6.428,75 EUR aufgeführt, die dort nicht hin gehören.

 

Kap. X: Erwartungen wurden mehr als voll erfüllt. Ansätze sollten in  diesem Kapitel immer von den Erkenntnissen der Vorjahre ausgehen.

 

Kap. XI: Kein Ansatz, keine Einnahmen

 

Kap. XII: Kein Ansatz, aber geringe Einnahmen: Richtige Vorgehensweise.

 

Kap. XIII: Die in diesem Kap. richtigerweise ohne Haushaltsansatz aufgeführten aktuellen Posten sollten und werden nach Aussage von Volker Himmer auf das unbedingt notwendige Maß reduziert. Insbesondere meinen wir, dass Festgelder unter Rückstellungen zu führen sind.

 

Gesamtbetrachtung der Einnahmen:

Auch dieses Jahr können wir erfreulicherweise feststellen, dass das Bild stimmig ist, wenn es auch in manchen Teilbereichen zwischen Haushaltsansatz und tatsächlichen Einnahmen weit auseinander driftet. Haushaltsrechtlich ist die höhere Einnahmensumme wichtig und richtig. Vollzieht die Geschäftsstelle Dienstleistungen z. B. für Ticketbestellungen so sollte es üblich werden, dass dafür eine Bearbeitungsgebühr erhoben wird.

 

DRV-Ausgaben 2002

 

Kap. I. Verwaltung

Präsident Der Ansatz von 2.000 ~ wird um mehr als das vierfache überzogen. Dies ist ursächlich darauf zurück zu führen, dass der Präsident, offensichtlich ohne Beschluss, einen Zuschuss in Höhe von 6.000 EUR für die Tribüne in Heidelberg gewährte.

 

Geschäftsstelle Der Haushaltsansatz wurde erneut überschritten, auch, weil offensichtlich noch immer Zahlungen für Sachen, die zu anderen Teilbereichen gehören, hier abgerechnet wurden. Als

05

Beispiel: Beleg 562: Er sagt aus, dass es sich um Anfahrtskosten zu einer Präsidiumssitzung in Heidelberg handelt.

 

Druck von Literatur, etc

 

Die Ausgaben übersteigen den Haushaltsansatz um das Fünffache. Da aber auch erheblich mehr durch Verkauf eingenommen wurde, ist gegen die Vorgehensweise nichts einzuwenden.

 

Nationale Sitzungen

 

Der Haushaltsansatz wurde um ein Viertel überschritten. Da dies in den Vorjahren ebenfalls vorkam, muss eine höhere Summe in dem Haushaltsplan vorgesehen werden. Außerdem stellen wir fest, dass zum Teil auch Anfahrtskosten zu Präsidiumssitzungen in Titel 11 002 - Geschäftsstelle – und nicht unter Titel 11 005 aufgeführt werden.

 

Intern. Sitzungen

 

In diesem Teilbereich wurde wieder mehr ausgegeben als eingeplant (Ansatz 3.500 ~ Ausgabe 5.307,24 EUR). Falls keine Kostenreduzierung erreichbar ist, muss auch diese Haushaltsstelle künftig mit mehr Mitteln ausgestattet werden.

 

Mitgliedsbeiträge:

 

Der Ansatz von 2.500 EUR wurde nur bis 1.691,18 EUR benötigt. Eine Reduzierung auf 1.700 EUR wäre angebracht.

 

Kap. 11. Sport I, Nationalmannschaften c.

 

a. Herren Obwohl insgesamt registriert werden kann, dass etwas mehr Haushaltsdisziplin gepflegt wurde, konnte der hohe Haushaltsansatz von 67.500 EUR wieder nicht eingehalten werden, sondern wurde bis auf 85.653,97 überzogen. Dies hängt weiterhin damit zusammen, dass bei allen Spielen, sowohl in Deutschland, als auch auswärts mehr aufgewendet wurde, als planerisch vorgesehen war (Bitte auch Aussagen in den Schlussbemerkungen beachten) und dass Maßnahmen durchgeführt werden, die vorher nicht in den Haushalt eingestellt wurden (Vorgang Deutschland - Kanada U 23, Ausgabe 2.928,57 EUR und SCN - Jubiläumsturnier

mit einer Ausgabe von 1.636,57 EUR ).

06

Im Vorjahr hatten wir bereits vorgeschlagen einen Zeugwart/-wartin zu berufen der die Sportausrüstung wartet, registriert und überwacht, dass durch die Spieler keine Trikots getauscht werden und der / die zusätzlich neben der vorhandenen Sportbekleidung die notwendige Neuanschaf-

fungen rechtzeitig haushaltsplanwirksam vorschlägt..

 

b. 7er Der Ansatz des Haushaltsplan sah Ausgaben von 7.250 EUR vor. Tatsächlich wurden 8.762.30 EUR ausgegeben. Da zu erwarten ist, dass sich konstant Ausgaben ergeben, ist eine dauerhafte Unterdeckung zu vermeiden und in jedem Fall künftig ein höherer Ausgabenbetrag vorzusehen.

 

c. DRV ( U 21 ) Erneut wurde der Haushaltsansatz nicht ausgeschöpft, weil mehrere vorgesehene Maßnahmen nicht zustande kamen. Dies trifft allerdings nur auf den gesamten Teilbereich zu. Betrachtet man die Einzelheiten, dann war das im Titel 23003 ausgewiesene ausgeführte Spiel mit mehr als doppelt so hohen Ausgaben belastet, als planerisch eingestellt.

 

d. Damen Die Damenrugbynationalmannschaft schöpfte den vorgesehenen Haushaltsansatz erneut nicht aus.

 

e. Studenten Der schon niedrige Ansatz von 500 ~ wurde nur mit 67,50 ~

belastet

 

f. W./M. Auch hier erfolgte bei niedrigem Ansatz nur eine Ausgabe von ca. 64%.

 

Kap. III. Sport II, Vereinsspielbetrieb

 

In diesem Kapitel stellten wir die positivste Entwicklung zu unseren Einlassungen der Vorjahre fest. Ausgabeerwartung und tatsächliches Ergebnis sind stimmig.

 

Kap. IV. Sport 111, Ausbreitung & Entwicklung

 

Vom Haushaltsansatz 5.750 ~ wurden nur 2.057,17 ~ ausgegeben. Ein weiterhin sehr beklagenswerter Zustand.

 

Warum gibt es eigentlich ein Mitglied des Präsidiums für diesen Bereich, wenn dieser nichts macht?

07

Kap. V. Sport 111, Deutsche Rugby Jugend

Die Gesamtausgaben dieser Haushaltsstelle halten sich in dem vorgeplanten Rahmen.

 

Kap. IV Sport V Ausbildung

 

Auch in diesem wichtigsten Bereich für die Zukunft wurde der Haushaltsansatz unterschritten. Hier gilt das gleiche wie unter Ausbreitung und Entwicklung geschrieben. (Siehe auch Bemerkung zum Haushaltsplan)

 

Kap. VII Öffentlichkeitsarbeit, Marketing & Archiv

 

In diesem Kapitel stimmen die Erwartungen mit den tatsächlichen Ausgaben fast überein.

 

Kap. VIII Recht, Finanzen, Steuern, Versicherungen

 

Die Ausgaben bewegen sich insgesamt unter dem eingeplanten Niveau. Trotzdem sollte an der eingeplanten Ausgabenhöhe nichts verändert werden.

 

Kap. IX SDRV

 

Die Offenlegung der Rechnungsvorgänge uns gegenüber hat ergeben, dass sehr sorgfältig vorgegangen wurde. Da auch künftig Ausgabensteigerungen nicht ausbleiben werden, ist eine höhere Summe ( 6.000 ~ ) haushaltsmäßig vorzusehen.

 

Kap. X Gehälter

 

Die wiederum tatsächlich höheren Ausgaben sind aus vorher nicht kalkulierbaren Fakten (Tarifangleichungen etc. ) erklärbar. Deshalb ist die Haushaltsstelle großzügiger auszustatten.

 

Kap. XI Trainerhonorare

 

Hier sagen wir weiterhin, dass an dieser Stelle finanzpolitisch sehr sorgsam mit dem eingeplanten Geld gehandelt wurde.

08

Kap. XII. Rückstellungen

 

In diesem Kapitel gab es weder einen Haushaltsansatz noch Ausgaben.

 

Rechnungen aus 2001

 

Da es offensichtlich unvermeidbar ist, dass es durch verspätete Anspruchsstellung und aus sonstigen diversen Gründen immer wieder noch Forderungen gibt, ist darauf haushaltsplanerisch einzugehen und künftig Finanzmittel in die auf das jeweilige Vorjahr bezogene Haushaltsstelle einzugeben.

 

Kapitel XIII. Durchlaufende Posten

 

Die unter diesem Artikel geführten Vorgänge wurden erheblich reduziert. Allerdings gehören u. E. die Schiri-Reisekostenerstattungen FIRA/IRB, IRB & FIRA-Erstattungen DRJ, Erstattungen FIRA- Delegierte und das

Festgeld nicht in dieses Kapitel, sondern in die dafür jeweils vorhandenen Teilbereiche anderer näher zur Sache stehender Kap..

 

Festgeld

 

Der DRV hat zum 31.12.02 einen Bestand von 70.469,34 ~ auf einem Konto mit verschiedenen Terminen zu den bestmöglichen Zinssätzen festgelegt.

 

Deutsche Rugby-Jugend ( DRJ )

 

Aus den Erkenntnissen der Vorjahre unterzogen wir alle DRJ- Vorgänge einer besonderen Prüfung. Dies hatte auch damit zu tun, dass keine Vorprüfung durch DRJ - Kassenprüfer vollzogen war.

 

Erfreulicherweise konnten wir in vielen Bereichen die Beachtung unserer Anregungen aus den Vorjahren registrieren.

 

Wie schon in den Vorbemerkungen angeschnitten, wurde es notwendig, dass alle Buchungsvorgänge neu gebucht werden mussten. Ursächlich wurde dies notwendig, weil Unterschiedsbeträge im Ausgaben - Ist zwischen Kontenauszüge und der Barkasse trotz aufwendiger Vergleiche sich

 

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nur unvollständig aufklärten. Darüber hinaus waren eine Reihe von Belegen überhaupt nicht aussagefähig, insbesondere Abrechnungen der Junioren WM 2002 über Fanbegleitung sowie Belege des ehemaligen DRJ - Vorsitzenden ( Visa -Buchungen ), die dieser trotz mehrmaliger Aufforderung erst nach der Revision ( siehe Schreiben vom 10.05. 2003 ) prüfungsfähig, dann aber auch vollständig, vorlegte.

 

Es gibt nach wie vor eine Forderung in Höhe von 3.300,40 ~ gegenüber dem italienischen Organisationskomitee: Sestante Travel Network, das die Junioren WM 2002 als Veranstalter verantwortete. Eine entsprechende Summe muss daher in dem Haushalt 2003 als Forderung eingestellt werden oder der DRJ - Vorstand muss die Summe als uneinholbar einstufen und durch protokollierten Beschluss stornieren.

 

Der schon im Vorjahr kritisierte Vorgang erschien zwar in der aktuell vorgelegten Jahresabrechnung als Einnahmesoll, wurde aber offensichtlich nicht erneut eingefordert. Auch hier hat der DRJ -Vorstand eine Entscheidung zu treffen.

 

Da durch das DRV - Präsidium für 2003 ff. die grundlegende Änderung be-

schlossen wurde, alle Buchungsvorgänge beim DRV buchen zu lassen, haben wir uns entschieden, keine weitere Einzelbetrachtung zum DRJ - Finanzgebaren zu machen und es bei den vorgenannten Ausführungen sowie Aussagen in den Schlussbemerkungen zu belassen.

 

Erich Kraft Stiftung

 

Die uns überlassenen Unterlagen beinhalten eine in sich stimmige Bilanz. Das Stiftungsvermögen zum Jahresende 2002 betrug 60.631,72 ~. Dies besagt, dass der Bestand sich in 2002, um 9.356,59 ~ verringert hat.

Hauptursachen dafür waren:

Zuschuss DRJ für Junioren WM Italien 2.500,- - ~

Urlaubszuschuss Dieter Nolte 250,- - ~

Zuschuss für Tribüne Heidelberg 6.500,- - ~

Weihnachtszuschuss Dieter Nolte 250, - - ~

Gebühren Steuerberater 448,03 ~

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und eine gleichzeitig zurückgehende Verzinsung der angelegten Gelder sowie Kursveränderungen der Wertpapiere um minus 266,04 ~.

 

Schiedsrichtervereinigung

 

Die Kassenvorgänge dieser DRV Untergliederung lagen uns in diesem Jahr

vollständig vor. Sie waren übersichtlich geordnet und in sich stimmig.

In dem Kap. IX sind die Gesamtsummen in den DRV Einnahmen und Ausgaben zu ersehen.

 

Schlussbemerkungen

 

Die schon im vorigen Jahr ausgesprochene Bitte, bei Ausgaben zu Sitzungen, Tagungen, Reisen, Seminar oder Lehrgängen den einzelnen Abrechnungen Teilnehmerlisten beizufügen, wurde insbesondere beim DRV nicht erfüllt.

 

Weiterhin fehlten bei den Rechnungen der Hotels und der Reisebüros, meistens Beckmann, Namenszuordnungen. Gleiches ist bei Ausgabenrechnungen für Essen, Getränke, etc. zu beklagen.

 

Wir wiederholen unsere Aussagen aus dem Bericht 2001, indem wir bemerken, dass der DRV Haushalt weiterhin kopflastig auf die Nationalmannschaften ausgerichtet ist. So gut wie nichts für die Ausbreitung des Rugbysports zu tun, jedenfalls keine bundesweiten Aktivitäten anzugehen, obwohl dafür ~ Gelder durch einen IRB -Zuschuss in den Haushalt eingestellt wurden, ist aus Sicht der Revisoren eine große Vernachlässigung und bezeugt, dass das für diese Position eingesetzte DRV- Präsidiumsmitglied seine Aufgabe nicht erfüllt hat.

 

Wir bestehen darauf, dass umgehend die gesamten Gebrauchsgüter in einer

Inventarliste erfasst werden mit Anschaffungswert, Abschreibung und Buchwert.

 

Der DRV lebte auch 2002 finanziell von der Hand in den Mund. Es gibt zwar eine Festgeldanlage, auch den Titel - Rückstellungen - aber keine eingestellten Beträge, die für Jahre vorzusehen sind, in denen die öffentlichen Zuschüsse und auch die IRB- Gelder weniger zur Verfügung stehen.

 

Daher auch hier der Hinweis, dass der DRV im Rahmen der Sozialverantwortung des Arbeitgebers eine Rückstellung in Höhe der Jahresaufwendun-

gen für die Beschäftigten Zug um Zug verwirklichen sollte.

 

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Die DRV-Verantwortlichen müssen sich in ihren Zusammenkünften noch mehr der finanzpolitischen Gesamtverantwortung stellen. Sie werden hiermit weiterhin zu noch besserer Haushaltsdisziplin aufgefordert, sie müssen noch sparsamer wirtschaften und sich intensiver mit der Erstellung/Ein-haltung des Haushaltsplanes auseinander setzen, bei über die planerische Festlegung hinausgehenden Maßnahmen ist die dringende Notwenigkeit durch Beschluss festzustellen und protokollarisch festhaltend zu entscheiden, woher die Finanzmittel zu nehmen sind, neue zukunftsträchtige Projekte (Ausbreitung und Ausbildung) andenken und entwickeln sowie ihrer Führungsaufgabe nicht vordringlich nur durch Repräsentation nachkommen.

 

Angesichts der getroffenen Feststellungen sehen wir trotzdem die Möglichkeit den Delegierten des Rugbytages den Vorschlag zu unterbreiten,

dem Präsidium, dem Vorstand des DRV und allen anderen Verantwortlichen die Entlastung für das Rechnungsjahr 2002 zu erteilen.

 

Frankfurt, den 31. Mai 2003 Pulheim, den 31. Mai 2003

Rolf Keppler Josef Heibel

Das Originalexemplar wird, von den Revisoren unterschrieben, dem Präsidium des Rugbytages übergeben.

 

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