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Spielverkehr Junioren |
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Bundesweite Junioren-15er-Punktrunde – DRJ und DRV geben saftige
Zuschüsse aus IRB-Geldern. Blinder Aktionismus oder gezielte Aktion
zur Verbesserung des Spielverkehrs für Juniorenmannschaften. Der DRV und die DRJ haben zur
Verbesserung des Spielverkehrs der Altersgruppe Junioren die Einführung einer
bundesweiten 15-er Punktrunde und eine 7er-Meisterschaft in Turnierform
beschlossen. Jede Mannschaft soll pro Spiel 500,- DM Zuschuss, gesamt also
1.000.-DM erhalten. Dies gilt auch bei innerstädtischen Spielen, wie zum
Beispiel in Heidelberg oder Hannover. Fristgerecht haben sich bisher nur zwei
Mannschaften gemeldet. Auf der DRJ-Tagung am 01. Juli 2000 in Hannover wurden
folgende Teilnehmer gemeldet: RG Heidelberg, TSV HD-Handschuhsheim, SCN
Heidelberg, SC Frankfurt 1880, SV St. Pauli Hamburg, RNW-Auswahl, Germania
Hannover (?). Kritische Hinweise auf die
Antrittssicherheit mancher der gemeldeter Mannschaften, Zweifel an der
Erfolgsaussicht der Aktion, etc. wurden u. a. mit der Begründung abgetan,
dass endlich ein Anfang ohne „Korinthenkackerei“ gemacht werden muss. Es lag
kein konkreter fristgerechter und ordnungsgemäßer Antrag, mit Melde- und
Ausführungsbestimmungen vor. Der mündliche Antrag des DRJ-Vorsitzenden Peter
Leue auf Durchführung dieser Runde wurde mit großer Mehrheit angenommen. |
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Hintergrund: Seit
vielen Jahren gibt
es keine Punktrunden
im Altersbereich der Junioren
(U18) und Jugend
(U16). Mangels altersgleicher Gegner müssen die wenigen vorhandenen
Junioren in ersten und zweiten Herrenmannschaften „Spielerfahrung“ sammeln. Die Altersgruppe Jugend hat es da noch
schwerer: Sie muss, wenn überhaupt möglich, in Mischmannschaften mit den
Junioren oder gar mit Herrenspielern Erfahrung sammeln. Eine
Untersuchung der deutschen Sportjugend hat ergeben, das ein verfrühter Einsatz von
Jugendlichen in Erwachsenenmannschaften
sehr bedenklich ist. Die weitere Verweildauer der jungen Spieler in ihrem
Verein, ist meistens sehr kurz (ein halbes bis zu einem Jahr). Das bedeutet,
das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr großer Schwund an Spielern/Spielerinnen der Preis
für einen fehlenden altersgleichen Spielverkehr ist. |
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Fazit: Grundsätzlich ist daher die Aktion des
DRV- und DRJ-Vorstandes zu begrüßen. Aber warum wird die Entscheidung nur im
kleinen (geschäftsführenden) Vorstandszirkel getroffen? Die Delegierten der
Landesverbände und Vereine dürfen nur noch zustimmen! Warum müssen pro Spiel 1000,- DM Zuschuss, auch für
innerstädtische Spiele ausgelobt werden, während für notleidende Vereine und Verbände keine müde Mark zur
Verfügung steht, und die ausstehenden
Beiträge per Anwalt eingetrieben werden? |
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Anzahl der Teams |
einfache Runde |
Hin- und Rückrunde |
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Vier |
DM 3.000,- |
DM 6.000,- |
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Sechs |
DM 5.000,- |
DM 10.000,- |
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Acht |
DM 7.000,- |
DM 14.000,- |
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zehn |
DM 9.000,- |
DM 18.000,- |
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Warum werden so gewichtige Entscheidungen nur über die Homepage
veröffentlicht und nicht per Rugby-Journal oder Rundschreiben, wie sonst
üblich. Fragen? -
Lohn
sich der gesamte Reise- und
Finanzaufwand im Verhältnis zur Spielzeit? -
Gibt es
überhaupt genügend
Mannschaften, damit ein pflegleichtes Spielsystem erstellt werden
kann? -
Was
passiert mit der Altersgruppe
Jugend? Geht sie leer aus? Sie ist doch der direkte Unterbau für die
Junioren? -
Was
passiert, wenn ein Mannschaft nicht antritt, wird der Zuschuss dann trotzdem bezahlt? -
Warum haben
sich zur bestehenden Juniorenmeisterschaft (Turnierform) so wenige Mannschaften gemeldet,
wollen aber an dieser Punkrunde teilnehmen? Da stellen sich sehr viele Fragen.
Hoffen wir, dass es sich nicht um einen unüberlegten Schnellschuss und es tatsächlich zu einer positiven
(finanziellen und sportlichen) Kapitalanlage handelt. |
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