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Deutsches Rugby-Journal

Ausgabe 10/00 Oktober 2000 (Seite 6)

Soforthilfe für das Schulrugby.

Am 23. und 24. September fand in Heidelberg eine Tagung der Jugendwarte und 5chulsportbeauftragten der Landesverbände statt. Fritz Feyerherm berichtet.

Als Vertreter unterschiedlicher Aufgabenbereiche nahmen insgesamt 16 Personen an diesem Treffen teil. Gar nicht vertreten waren die Länder Brandenburg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Die Leitung lag in den Händen des DRV-Vorsitzenden Ian Rawcliffe.

Tagungsthemen waren eine Bestandaufnahme der aktuellen Schulsportsituation die Ausbreitung des Rugbyspiels an den Schulen, die Ausbildung von Sportlehrern und Übungsleitern, die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten durch den IRB, die Forderungen des IRB an den DRV und die Vorgaben der FIRA-AER für die Vereine im Bundesliga-Bereich.

Den größten Anteil an Schulrugbymannschaften hat der RBW, der laut Manfred Hofmann Stadtschulmeisterschaften mir 26 Schulen ausgetragen hat. Im RBW, im NRV und in Sachsen ist Rugby bereits Bestandteil des Lehrplans. In allen anderen vertretenen Ländern wird Rugby an Schulen in Form von AGs gespielt und es haben auch mehrere Landesverbände am Bundesfinale teilgenommen. (Das nächste wird am 25./26.9.01 in Berlin mit den Jahrgängen der augenblicklich laufenden Saison 00/01, also 90/91 (7-Schüler, 88/89 B-Schüler, 86/87 A-Schüler und 84/85 Jugend ausgetragen. Junioren werden auf die Teilnahmemöglichkeiten an der 7er-DM der Vereine hingewiesen.)

Angestrebt wird deutschlandweit Rugby als Schulsportart, was sich wohl nur über Ausbildungsveranstaltungen der Landesverbände für Sportlehrer erreichen lässt. Es muss wie Basketball, Volleyball Hockey oder Fußball in den Plan des Sportunterrichts eingebaut werden, da Nachmittags-AGs von zu vielen Zufälligkeiten abhängig sind.

Jeder Landesverband ist aufgefordert ein Konzept zu erstellen, wie die 30.000 DM IRB-Mittel am sinnvollsten für die Ausbildungs- und Ausbreitungsarbeit einzusetzen sind.

Als Soforthilfe wird vom DRV-Vorsitzenden eine Ausstattung mit 2 Bällen für jede Rugby spielende Schule zugesagt. Der l RB ist jedoch nicht nur willens, Geld für die Ausbreitungsarbeit zur Verfügung zu stellen, es verlangt auch Erfo1ge, die Ian Rawcliffe vorstellt:

-    DRV-Herren 15cr: Aufstieg in die A-Gruppe der EM bis spätestens 2003;

-          U21:  Teilnahme an der EM;

-          UI 9: Spitzenplatz in der B-Gruppe;

-          Herren 7er: Teilnahme an WM-Endrunde;

-          Frauen: Teilnahme an EM und WM 2005.

Außerdem müssen sich die Bundesliga-Vereine darauf vorbereiten, dass sie (zur Förderung des Nachwuchsbereiches)

-          eine 2. Mannschaft,

-          eine Mannschaft im Jugend/Juniorenalter und

-          eine Mannschaft im Schüleralter vorzuweisen haben.

Bei Fehlen einer jeden dieser Mannschaften gibt es nach Saisonabschluss einen Abzug von 3 Punkten, maximal also 9.

Umgekehrt wird vorgeschlagen, Verbands- und Regionalligavereinen für das Vorhandensein einer dieser 3 Mannschaften jeweils 3 Punkte als Belohnung und Anreiz gutzuschreiben.

Das ganze Thema wird auf der Sitzung der Entwicklungskommission am 4./5.1 1.2000 behandelt werden.

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