Deutsches Rugby-Journal

Das deutsche Rugby-Journal war und ist der Nachfolger der „DRZ“, der Deutschen Rugby-Zeitung aus Heidelberg.

Damals als amtliches Verbandsorgan ins Leben gerufen, damit die Rugbyfreunde in der Bundesrepublik über den nationalen und internationalen Rugbysport informiert wurden und der deutsche Rugby-Verband seine offiziellen Mitteilungen verbreiten konnte.

Dies war zu den Zeiten, als es noch keine Personal-Computer, Fotokopierer, geschweige denn, das Internet gab, eine hervorragende Sache. Denn selbst der Besitz einer Schreibmaschine war damals schon eine technische Revolution. Der Schriftverkehr wurde zwangsweise meist handschriftlich erledigt. Mehrere Kopien wurden durch abschreiben oder mit Durchschlagpapier erstellt! Später kamen dann die ersten Vervielfältigungsmaschinen (z.B. Umdrucker) auf den Markt.

Das Rugby-Journal wird beim Schroeder-Druck & Verlag in Gehrden-Leveste, Nähe Hannover verlegt. Chefredakteur ist Claus-Peter Bach, Heidelberg, zugleich Vorsitzender des Rugby-Verbandes Baden-Württemberg und Mitglied des SCN Heidelberg, u. a. geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DRV, ehemaliger DRV-Vorsitzender für Öffentlichkeit und Marketing.

Das Journal kostet im Jahr DM 63,00 / Ringheftung 67,00 und erscheint ca. 10 x im Jahr.

Das Rugby-Journal wir über die Pflichtabonnements, den freien Verkauf, Werbeeinnahmen und DRV-Zuschüsse finanziert. Der wohl größte Teil der Einnahmen wird über die Pflichtabnahme erzielt:

Die deutschen Rugby-Vereine und Landesverbände müssen je nach Vereins- oder Verbandsgröße mindestens ein, maximal 30 Exemplar/e abnehmen. Durch nachgewiesene Abonnements von Mitgliedern kann die Pflichtabnahme entsprechend reduziert werden. Trotzdem ist die Pflichtabnahme für viele Vereine und Verbände eine enorme finanzielle Belastung (insgesamt ca. 50.000 DM).

Im Zeitalter der Fotokopierer, der elektronischen Post und des Internets wird deshalb immer öfters hinterfragt, ob eine „zwangsfinanziertes Verbandsorgan“ noch zeitgemäß ist. Während andere Sportverbände auf rein kommerzielle Publikationen setzen, die sich den Markgesetzen entsprechend selbst finanzieren müssen, bleibt der DRV immer noch bei seinem alten System und bürdet damit seinen Vereinen ein große finanzielle Last auf.

Hinzu kommen sich häufende Kritiken über die unattraktive Aufmachung und den ebensolchen redaktionellen Inhalt. Hier wird auch oft vorgeworfen, dass das Journal für eigene sportpolitische Ziele der Redaktion „genutzt“ wird und / oder bestimmte „nahestehende“ Vereine eine erhöhte und besser gewichtete Präsenz erhalten. Dies stände dann im Gegensatz zum generellen Auftrag, als amtliches Organ des DRV zu fungieren.

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