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Schulrugby eine Heilslösung ?
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Die personelle Zeitbombe tickt in
vielen Vereinen unaufhörlich.
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In vielen Vereinen und einigen Landesverbänden
wurde die Nachwuchsarbeit mehr oder weniger stark vernachlässig oder gar
ignoriert.
Das
kann eine ganze Weile gut gehen. Wenn dazu immer mal wieder ein neuer Spieler
auftaucht, scheint personell der Spielbetrieb kurz- und mittelfristig gesichert.
Falls
der natürliche Zufluss an Spielern nicht mehr ausreicht, können noch Spieler
anderer Vereine abgeworben oder auch ausländische Spieler angeheuert werden.
Dies kostet natürlich Energien und Finanzen, die dem normalen Vereinbereich
entzogen werden. Die Hauptsache, das Team kann noch spielen.
Die
Zeitbombe tickt nun unaufhörlich. Die Kernmannschaft wird, trotz aller
gegenteiligen Bekundungen immer älter und damit anfälliger für Ausfälle.
Irgendwann ist der Zeitpunkt da, an dem die Abgänge und Ausfälle nicht mehr
mit den bisherigen Hilfsmitteln auszugleichen sind. Die Bombe platzt, was
tun?
Die
Lösung ist bald gefunden: Nachwuchs muss her und zwar schnell. Da bietet
sich doch das Schulrugby gerade zu an.
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Die Schule als
Lückenbüßer für eine verfehlte Vereinspolitik?
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Die
Spieler werden immer älter und sind irgendwann so richtig alt, zu alt für den
normalen Spielbetrieb.
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Die Schule macht für den Verein die
Nachwuchsarbeit. Für den ist so die Rugby-Welt wieder in Ordnung und es kann,
wie früher weitergehen? Das wäre natürlich der pflegeleichte Idealfall, kommt
aber nur recht selten vor.
Die Schulen sind an solchen einseitigen
Partnerschaften kaum interessiert. Die Vereins sind für die Behebung ihrer
verschuldeten Notsituation selbst verantwortlich.
Für eine zuverlässige, ehrliche und faire
Kooperationen im Bereich „Zusammenarbeit Schule und Verein“ haben die Schulen
fast immer ein offenes Ohr.
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Welche Möglichkeiten
der Zusammenarbeit gibt es überhaupt?
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Spätestens
jetzt sieht die Mannschaft ganz schön alt aus!
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Printwerbung: Aushang in Schulen,
Handzettel, Bericht in der Schülerzeitung
Einführungskurse,
Projekttage, -wochen,
Schul
AGs
Lehrerfortbildungen,
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Wie wähle
ich für meinen Verein die beste Möglichkeit aus??
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Mühsam
muss das jahrelang vernachlässigte Terrain der Nachwuchsarbeiter aufgebaut
werden.
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Welche
Ziele, Vorstellungen und Möglichkeiten hat die Schule?
Welche
Ziele, Vorstellungen und Möglichkeiten hat der Verein.
Welche,
für beide Seiten tragfähige Konstruktion wird gewählt und umgesetzt.
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Welche Risiken bestehen??
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Lehrerfortbildungen
sind eine gute Möglichkeit die Fachkräfte an unsere Sportart heranzuführen.
Nur
die wenigsten von ihnen werden danach in der Lage sein, alleine Rugby im
Unterricht anzubieten.
Falls
sie weitere Unterstützung benötigen, muss dies vor der Fortbildung
gewährleistet sein.
Ob
Lehrerfortbildungen alleine einen Anstieg der Mitgliederzahlen oder gar die
Gründung von neuen Vereinen und Abteilungen nach sich ziehen, ist fraglich.
Ohne aktive Unterstützung der Verbände wird sich hier kaum etwas bewegen.
Schul
AGs unterliegen dem schulischen Regelement und sind keine
Vereinsveranstaltungen. Die Entscheidungsgewalt liegt bei der Schulleitung.
Die
Personalfrage für Schul AGs muss im Vorfeld zuverlässig geklärt sein:
Qualifikation, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit.
Merke:
Die Trainer, die eine Schul AG leiten, stehen nicht gleichzeitig als
Vereinsnachwuchstrainer zur Verfügung.
Schul
AGs haben ihre eigenen „Gesetze“ und sind nur bedingt mit Vereinsmannschaften
vergleichbar.
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Blinder
Aktionismus ist sehr riskant und kann zu unheilbaren Schäden führen.
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Jeder Verein muss mit der Schule gemeinsam ein Konzept
erarbeiten. Dies muss den Möglichkeiten beider Seiten gerecht werden.
Gravierende Misserfolge, wie z. B. durch Überschätzung und Unzuverlässigkeit
können die Schule „kosten“!
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Fazit:
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Mit dem Schulrugby verhält es sich genauso, wie mit der
Medizin:
Sie hilft nur, wenn sie
- zur richtigen Zeit,
- mit der richtigen Dosis,
- beim richtigen Patienten verabreicht,
- von diesem auch geschluckt wird und
- keine Nebenwirkungen auftreten!
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