Sportpolitische Ziele im DRV

Hier einige Thesen zu den bisherigen und vergangenen sportpolitischen Zielen des DRV:

1.     Seit Jahrzehnten richtet der DRV seine Entscheidung an den Interessen der vier bis sechs stärksten Vereine aus.

2.     Diese versuchen durch eine Politik der Kraft- und Machtkonzentration das Niveau ihres Vereins und eventuell der Nationalmannschaft zu steigern. Dies geschieht durch die An- und Abwerbung talentierter Spieler und Mitarbeiter von deutschen und ausländischen Vereinen.

3.     Leider wird dabei von den meisten „Spitzenvereinen“ die eigene Jugendarbeit und die Ausbildung eigener Mitarbeiter ganz, teilweise oder stark vernachlässigt.

4.     Vereins- oder Abteilungsneugründungen werden kaum oder unzureichend unterstützt. Damit entsteht keine flächendeckende Verbreitung des Rugbysports in Deutschland.

5.     Gute Spieler und Mitarbeiter werden den jüngeren oder schwächeren Vereinen abgeworben und damit die Entwicklung der betroffenen Clubs ge- oder verhindert.

6.     Die Lehrtätigkeit des DRV und der meisten Landesverbände lässt stark zu wünschen übrig. Es müssten mehr Trainer, Schiedsrichter, Jugendwart, Pressewarte und organisatorische Mitarbeiter ausgebildet werden.

7.     Die Auswahlspieler, und die, die nicht den Auswahlmannschaften angehören, müssten besser geschult werden, damit die Vereine sportlich schnell an das internationale Niveau heran kommen.

8.     Die Jugendarbeit muss wieder klar in den Vordergrund gestellt werden. Es darf nicht sein, dass sich „Spitzenvereine Vereine“ mit „Vorbildfunktion“ an den entsprechenden Bestimmungen vorbei mogeln.

9.     Die Zusammenarbeit in und zwischen den einzelnen Gremien des DRV muss stark verbessert werden. Dazu gehört ein vor allem ein faires und konstruktives Arbeitsklima!

10.Die Spitzenfunktionäre müssen sich mehr im Umgang mit den demokratischen Spielregeln (Satzung und Ordnungen) und mit Mitarbeitern üben.

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