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Presse- und Meinungsfreiheit
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Was hat das Thema „Presse- und Meinungsfreiheit“ auf einer
alternativen Rugby-Homepage in Deutschland zu suchen?! Vielleicht braucht der
eine oder andere Sportfunktionär, Politiker und/oder Bürger noch etwas
Nachhilfe:
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Hier
Artikel 19
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,,Jeder
hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt
die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder
Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen,
zu empfangen und zu verbreiten."
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CHRONIK DER
PRESSEFREIHEIT
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1487 Nach der Erfindung der Buchdruckerkunst
häufen sich kirchenkritische Flugblätter. Der Vatikan führt deshalb mit der
päpstlichen Bulle ,,Inter Multiplices" für die gesamte Kirche die
Vorzensur ein. Der Druck und die Verbreitung von Schriften müssen fortan
genehmigt werden. 1644 John Milton hält mit seiner
Streitschrift Areopagitica ein flammendes Plädoyer für
,,unlizenziertes Drucken": ,,Einen Menschen töten,
heißt eine verstandbegabte Kreatur zu zerstören; aber ein gutes Buch zu
unterdrücken, bedeutet den Verstand selbst zu zerstören; 1695 Nach dem Sturz der Stuarts
lässt England als erster moderner Staat die Zensur fallen, doch müssen die
Zeitungen immer noch mit steuerlichen Beastungen kämpfen. 1776 Mit der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 werden die Menschenrechte
proklamiert, allen voran die Freiheit. Zur gleichen Zeit erklärt die
Verfassung des amerikanischen Staates Virginia de Pressefreiheit als ,,eines
der großen Bollwerke der Freiheit". 1789 Mit der Revolution und der
,,Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte" vom 26. August 1789 wird in
Frankreich die Pressefreiheit zwar ausdrücklich anerkannt. Doch gilt sie in
der Praxis nicht für die Gegner der Revolution. Erst 1881 wird sie endgültig
gesetzlich verankert. 1791 Die amerikanische
Unionsverfassung stellt Religions-, Rede- und Pressefreiheit unter
Verfassungsschutz. 1819 Mit den Karlsbader
Beschlüssen erleidet die Pressefreiheit in Europa einen großen Rückschritt.
Die gesamte periodische Presse unterliegt durch diese Vereinbarung in Österreich,
Preußen und Russland der Zensur. 1848 Nach der deutschen
Revolution von 1848 proklamiert die Frankfurter Nationalversammlung als ein
wesentliches Grundrecht die Freiheit der Presse. Doch die politische Reaktion
führt zur Wiederbelebung der Zensur. 1874 Das Reichspressegesetz vom
7. Mai 1874 führt die Pressefreiheit einheitlich im Deutschen Reich ein,
erlaubt aber Einschränkungen durch Gesetze. 1901 Lenin legt in seinem Werk Womit
beginnen? die Aufgabe der Massenmedien in der kommunistischen Gesellschaft
fest. Journalisten sollen als kollektive Propagandisten und Agitatoren bei
der Entwicklung der Gesellschaft mitwirken. 1933 Unmittelbar nach dem
Reichstagsbrand in Berlin Ende Februar 1933 wird das Recht auf Pressefreiheit
bis zum Ende des Dritten Reiches außer Kraft gesetzt. 1948 In der Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 wird in Artikel 19 das
Recht auf Pressefreiheit formuliert: ,,Jeder hat das Recht auf
Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die
Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art
und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu
empfangen und zu verbreiten." 1999 sterben noch immer weltweit 50 Journalisten in Ausübung ihres Berufs.
Zensur, Drohungen gegen Journalisten, Verhaftungen und Folter sind in vielen
Ländern an der Tagesordnung.
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